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Wie man mit LinkedIn Geld verdient – meine Copy & Close Erfahrung mit dem Closer-Weg

„Wie kann ich mit LinkedIn Geld verdienen?“ steht hier im Board praktisch als Dauerfrage, und die Antworten drehen sich fast immer um Personal Branding, Content-Pläne oder den nächsten Tipp zum Newsletter-Aufbau. Ein Weg kommt dabei auffällig selten vor, obwohl er gerade ohne fertiges eigenes Angebot oder eigene Reichweite oft der schnellere ist: Closing, also das telefonische Verkaufsgespräch für fremde, hochpreisige Coachings und Programme. Den will ich hier einmal komplett durchgehen, so wie er in der Praxis tatsächlich abläuft, und nicht als Theorie von oben herab.

Der erste Punkt betrifft nicht das Telefon, sondern das eigene Profil. Wer als Closer überhaupt gefunden werden will, braucht eine Kopfzeile, die das auch ausdrückt, nicht „Experte für digitales Marketing“, sondern klar benannt: Verkaufsgespräche für hochpreisige Angebote, Erfahrung mit Bedarfsanalyse und Einwandbehandlung, Kapazität für neue Auftraggeber. Die Berufserfahrung darunter darf ruhig aus einem ganz anderen Bereich stammen, Callcenter, Vertrieb, Kundenservice, Beratung, solange erkennbar wird, dass am Telefon schon zugehört und verkauft wurde und nicht nur beraten. Sinnvoll ist außerdem ein kurzer eigener Beitrag dazu, angepinnt oder wenigstens auffindbar, der in ein, zwei Absätzen zeigt, wie man selbst über Einwände und Bedarfsanalyse denkt, statt das nur als Stichwort in der Kopfzeile stehen zu lassen.

Danach kommt der Teil, den die meisten unterschätzen: Sichtbarkeit dort, wo Auftraggeber tatsächlich unterwegs sind, also bei Coaches, Kursanbietern und Agenturinhabern, die selbst regelmäßig posten. Unter deren Beiträgen sinnvoll zu kommentieren, mit einer echten Beobachtung statt einem bloßen „Spannender Beitrag“, bringt über mehrere Wochen mehr als ein einzelner Post über die eigene Verfügbarkeit, weil sich so ein Gesicht und ein Name aufbauen, bevor überhaupt eine Anfrage im Raum steht. Wer zusätzlich eigene Beobachtungen aus Verkaufsgesprächen teilt, wirkt für genau diese Zielgruppe interessanter als jemand, der nur nach einem Job fragt, weil sich daran ablesen lässt, wie jemand mit echten Interessenten umgeht.

Aus eigener Beobachtung und aus dem, was Leser nach ihrem Einstieg selbst zurückmelden, läuft der eigentliche Kontakt danach meist auf einem von zwei Wegen: Entweder schreibt ein Coach direkt, dass er jemanden für Erstgespräche oder laufendes Closing sucht, und die Kommentarspalte wird zur improvisierten Bewerbungsliste, oder man schickt selbst eine kurze, konkrete Nachricht an jemanden, dessen Angebot erkennbar zum eigenen Profil passt. Eine kalte Anfrage ohne jede sichtbare Spur von Verkaufserfahrung bleibt dabei erfahrungsgemäß unbeantwortet, egal wie freundlich sie formuliert ist.

Copy & Close Ratgeber-Cover, Weg vom LinkedIn-Kontakt zum Closer-Gespräch

Aus der ersten Nachricht wird meistens kein fester Vertrag, sondern erst ein kurzes Kennenlerngespräch, manchmal ein Testcall mit einem echten oder simulierten Interessenten. Genau hier zeigt sich, ob LinkedIn nur den Kontakt hergestellt hat oder ob daraus wirklich etwas wird, denn jetzt zählt nicht mehr das Profil, sondern das Gespräch selbst: wie man fragt, wie lange man zuhört, bevor das eigene Angebot überhaupt fällt, und wie man reagiert, wenn der erste Einwand kommt. Im Ratgeber Copy & Close geht deshalb ein eigenes Kapitel das Verkaufsgespräch Schritt für Schritt durch, dazu eines zur Einwandbehandlung, weil genau da die meisten frisch geknüpften Kontakte wieder abbrechen, wenn die Vorbereitung fehlt.

Was LinkedIn nicht übernimmt

Was ich dabei nicht schönreden will: LinkedIn verschafft bestenfalls den Kontakt, keinen Auftrag und schon gar keine Zusage. Nach einem freundlichen Austausch in den Kommentaren folgt oft tagelang Funkstille, und wer beim ersten Testcall merkt, dass die eigene Bedarfsanalyse noch holprig klingt, steht damit nicht allein da. Wer mit Absagen schlecht klarkommt, egal ob von Auftraggebern, die sich nach einem guten Erstkontakt einfach nicht mehr melden, oder von Interessenten, die mitten im Gespräch auflegen, wird an diesem Weg auf Dauer wenig Freude haben, so gepflegt das eigene Profil auch aussehen mag.

Falls hier jemand nach einer unabhängigen Copy & Close Erfahrung sucht, muss ich das an dieser Stelle gleich einordnen: RatgeberPlatz.de gehört uns, und Copy & Close haben wir dort selbst konzipiert und veröffentlicht.

Bevor der erste eigene Testcall ansteht, lohnt sich außerdem ein Blick in die Kapitel zu Einwandbehandlung und Verkaufsgespräch: die komplette Kapitelübersicht steht auf der Produktseite.

Hat hier im Board schon mal jemand über LinkedIn tatsächlich eine Anfrage für Closing oder Erstgespräche bekommen, oder läuft der Kontakt zu Auftraggebern bei euch eher über ganz andere Kanäle?